09. Juli 202611 Min.

    Kupferüberschuss und Kupfertoxizität: Symptome, Ursachen und was wirklich hilft

    Kupferüberschuss im Körper: Welche Symptome typisch sind, warum er im Blut oft nicht auffällt, was Nebennieren und Zink damit zu tun haben und was hilft.

    Kupferüberschuss und Kupfertoxizität meinen dasselbe. Beides heißt meistens nicht, dass du zu viel Kupfer isst. Es heißt, dass dein Körper das Kupfer nicht richtig binden und nutzen kann. Ungebundenes Kupfer lagert sich dann im Gewebe ab, vor allem in Leber, Gehirn und den Fortpflanzungsorganen. Die zwei häufigsten Gründe dafür sind erschöpfte Nebennieren und ein Zinkmangel. Typisch sind Angst und Stimmungsschwankungen, PMS, Hautprobleme und eine Erschöpfung, die nicht weggeht.

    Im Blut fällt das oft gar nicht auf. Die Lösung setzt deshalb dort an, wo das Problem entsteht: Der Körper muss Kupfer wieder binden, verwerten und ausscheiden können.

    Wofür dein Körper Kupfer braucht

    Kupfer ist kein Gift, sondern ein lebenswichtiges Spurenelement. Dein Körper braucht es unter anderem für:

    • •Energie: Kupfer arbeitet zusammen mit Eisen in der Elektronentransportkette der Mitochondrien, also dort, wo die Zelle ihre Energie (ATP) herstellt.
    • •Bindegewebe: Haut, Haare, Nägel, Sehnen, Bänder und Gefäße brauchen Kupfer, damit sie fest und elastisch bleiben. Kupfer ist am Aufbau von Kollagen und Keratin beteiligt und bildet zusammen mit Schwefel die Disulfidbrücken, die dem Gewebe seine Elastizität geben.
    • •Pigment: Das Enzym Tyrosinase, das deine Haut- und Haarfarbe (Melanin) bildet, funktioniert nur mit Kupfer.
    • •Eisenstoffwechsel: Ohne Kupfer kann der Körper Eisen nicht richtig verwerten. Ceruloplasmin, das wichtigste Kupfer-Transporteiweiß, wird gebraucht, damit Eisen aus seinem Speicher (Ferritin) freigesetzt und an das Transporteiweiß Transferrin übergeben werden kann. Niedrige Ferritinwerte und ein Eisenmangel, der auf Eisenpräparate kaum anspricht, können deshalb mit einem Kupferungleichgewicht zusammenhängen. Oft steigen sie erst, wenn das Kupferproblem gelöst ist.
    • •Nerven und Botenstoffe: Kupfer ist an der Bildung von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin beteiligt. Das Enzym, das Dopamin in Noradrenalin umwandelt (Dopamin-beta-Hydroxylase), braucht Kupfer als Cofaktor.

    Warum Kupfer zum Problem wird

    Damit Kupfer nutzbar ist, muss es an Transporteiweiße gebunden sein. Das wichtigste heißt Ceruloplasmin. Im Blut ist der allergrößte Teil des Kupfers daran gebunden. Ein zweites Eiweiß, das Metallothionein, bindet Kupfer im Gewebe.

    Fehlen diese Bindungseiweiße, wird Kupfer zu „freiem“ oder ungebundenem Kupfer. Das kann der Körper nicht verwenden. Es lagert sich ab, zuerst in der Leber, dann in Gehirn und Fortpflanzungsorganen und später auch in den Gelenken. Man hat dann gleichzeitig zu viel Kupfer im Gewebe und zu wenig nutzbares Kupfer. Deshalb passt der Begriff „Kupferungleichgewicht“ eigentlich besser als „Kupferüberschuss“.

    Ausgeschieden wird Kupfer vor allem über die Leber und die Galle. Ist die Leber belastet, staut sich Kupfer schneller.

    Die häufigsten Ursachen

    Meist kommen mehrere Faktoren zusammen. Kupfer selbst ist dabei kein Feind: Dein Körper braucht es jeden Tag. Kupferreiche Lebensmittel sind für sich genommen gesund. Zum Problem wird Kupfer erst, wenn der Körper es nicht mehr richtig binden und verwerten kann. Dann können schon ganz normale Mengen zu viel sein. Die folgenden Punkte zeigen, was im Zusammenspiel den Ausschlag geben kann.

    Erschöpfte Nebennieren

    Das ist der wichtigste Grund überhaupt. Die Nebennieren regen die Leber an, Ceruloplasmin zu bilden. Arbeiten sie nur noch auf Sparflamme (zum Beispiel nach langem Stress), wird zu wenig davon gebildet und Kupfer bleibt ungebunden liegen. Wie Stress die Nebennieren erschöpft und wie man das in der Haarmineralanalyse sieht, steht in Stress messen: Kann man chronischen Stress im Körper sehen?.

    Zinkmangel

    Zink ist der wichtigste Gegenspieler von Kupfer. Fehlt Zink, gewinnt Kupfer die Oberhand. Zink geht verloren durch Stress, viel Zucker und Weißmehl, stark verarbeitete Lebensmittel und zinkarme Böden. Auch eine vegetarische oder vegane Ernährung ist oft zinkarm und gleichzeitig kupferreich.

    Kupferspirale, Pille und andere Hormone

    Östrogen und Kupfer hängen eng zusammen. Aus einer Kupferspirale kann der Körper mehrere hundert Milligramm Kupfer im Jahr aufnehmen. Auch die Pille, Hormonpflaster, Hormonspirale und Kortison werden mit Kupferproblemen in Verbindung gebracht.

    Wasser, Geschirr und Beruf

    • •Kupferrohre, vor allem bei weichem oder saurem Wasser. Leitungswasser, das lange stand, deshalb erst ablaufen lassen.
    • •Kupfergeschirr mit sauren Speisen.
    • •Kupfersulfat als Mittel gegen Pilze und Algen, etwa in Pools oder im Obst- und Gemüseanbau.
    • •Zahnlegierungen in Füllungen und Kronen.
    • •Berufe mit viel Kupferkontakt, zum Beispiel Klempner oder Schweißer.

    Kupferreiche Lebensmittel

    Zartbitterschokolade, Nüsse und Saaten, Avocado, Soja, Hefe, Pilze, Trockenobst, Meeresfrüchte und Innereien. Diese Lebensmittel musst du nicht grundsätzlich meiden, manche davon liefern wertvolle Nährstoffe. Erst wenn Nebennieren und Zink schwächeln, können sie in größeren Mengen den Ausschlag geben. Deshalb werden sie im Programm vorübergehend reduziert und nicht für immer gestrichen. Übrigens enthalten auch viele Schwangerschaftsvitamine zusätzliches Kupfer.

    Von der Mutter mitgegeben

    Kupfer wird in der Schwangerschaft über die Plazenta weitergegeben. Hat die Mutter einen Kupferüberschuss, startet das Kind oft schon mit zu viel Kupfer ins Leben. Das ist angeboren, aber nicht genetisch.

    Typische Symptome eines Kupferüberschusses

    Kupfer wirkt anregend auf Gehirn und Nerven. Es wird deshalb auch das „emotionale Mineral“ genannt. Die Beschwerden sind entsprechend vielseitig:

    • •Kopf und Psyche: Angst, Panikattacken, Stimmungsschwankungen, Gedankenrasen, Weinkrämpfe, Depression, Schlafprobleme, Migräne.
    • •Hormone: PMS, Endometriose, Myome, Zysten, wenig Lust. Was oft als Östrogendominanz bezeichnet wird, hängt häufig mit einem Kupferüberschuss zusammen, weil Östrogen und Kupfer sich gegenseitig verstärken.
    • •Haut und Haare: Akne, Ekzeme, Dermatitis, Vitiligo, Dehnungsstreifen, Narbenwucherungen, Haarausfall, früh graue Haare.
    • •Allergien und Histamin: Ceruloplasmin hilft beim Abbau von Histamin. Ist Kupfer nicht richtig gebunden, kann das Histamin-Probleme begünstigen. Mehr dazu in Histaminintoleranz: Woher sie wirklich kommt.
    • •Energie und Abwehr: Erschöpfung, häufige Infekte, Candida, Heißhunger auf Süßes und ein Eisenmangel, der auf Eisen kaum anspricht.

    Wenn deine Haut vor allem in stressigen Phasen schlechter wird, lohnt sich ein Blick auf genau dieses Zusammenspiel aus Stress, Nebennieren, Zink und Kupfer. Mehr zu den Ursachen hinter Hautproblemen findest du in meinem kostenlosen Haut-Guide.

    Wichtig: Keines dieser Symptome beweist für sich einen Kupferüberschuss. Erst das Gesamtbild zeigt, ob Kupfer dahintersteckt.

    Kann man Kupferüberschuss im Blut messen?

    Nur eingeschränkt. Im Blut ist Kupfer fast vollständig an Ceruloplasmin gebunden. Ein erhöhter Kupferwert im Blut ist außerdem nicht eindeutig, denn auch Infekte, Entzündungen oder eine Schwangerschaft treiben ihn nach oben. Umgekehrt kann das Blut normal oder sogar niedrig aussehen, obwohl sich im Gewebe Kupfer angesammelt hat. Am genauesten wäre eine Messung direkt in der Leber. Die macht man natürlich nicht einfach so.

    Auch in der Haarmineralanalyse ist der Kupferwert allein nicht zuverlässig. Kupfer sammelt sich nicht in erster Linie im Haar. Ein niedriger Kupferwert kann sogar bedeuten, dass Kupfer im Gewebe festsitzt. Man spricht dann von verstecktem Kupfer. Erkennen kann man das nur über das Zusammenspiel mit anderen Mineralien und Verhältnissen in der Analyse, zum Beispiel mit Zink, Calcium, Kalium und dem Stoffwechseltyp. In meiner Auswertung prüfe ich dafür 13 Indikatoren. Je mehr davon zutreffen, desto wahrscheinlicher ist ein Kupferungleichgewicht. Genau das schaue ich mir in jeder Auswertung an.

    Übrigens: Wenn eine Ausleitung läuft, steigt der Kupferwert im Haar in der Folgeanalyse oft erst einmal an. Das ist dann ein gutes Zeichen, weil Kupfer aus den Speichern kommt.

    Zink und Kupfer: Die beiden Gegenspieler

    Zink und Kupfer halten sich normalerweise die Waage. Zink wirkt eher beruhigend, Kupfer eher anregend. Zink sorgt außerdem dafür, dass der Körper mehr Metallothionein bildet, also das Eiweiß, das Kupfer im Gewebe bindet. Fehlt Zink, kippt das Gleichgewicht Richtung Kupfer.

    Einfach nur Zink zu nehmen, reicht trotzdem meistens nicht. Dazu gleich mehr.

    Wie du Kupfer wieder ins Gleichgewicht bringst

    Das Ziel ist nicht, Kupfer loszuwerden. Das Ziel ist, dass dein Körper Kupfer wieder binden, nutzen und ausscheiden kann. Dafür setzt Mineral Balancing an der ganzen Körperchemie an und nicht nur am Kupfer.

    Nebennieren wieder aufbauen. Ohne aktive Nebennieren kein Ceruloplasmin. Deshalb steht ihre Erholung an erster Stelle: Genug Schlaf und Ruhe, Stress reduzieren und kein übertriebener Sport. Unterstützend wirken unter anderem Vitamin C und E, Mangan und Pantothensäure (Vitamin B5).

    Gegenspieler gezielt einsetzen. Zink, Mangan, Vitamin C, Vitamin B6 und Molybdän bremsen Kupfer. Sie gehören aber in ein abgestimmtes Gesamtprogramm. Wird Kupfer zu schnell aus den Speichern gelöst, kann das selbst Angst und Unruhe auslösen. Ob und wie viel Zink jemand braucht, hängt vom ganzen Mineralbild ab. Das lässt sich nur aus der Auswertung deiner Analyse ablesen. Zink auf eigene Faust zu nehmen, kann sogar in die falsche Richtung gehen: Zink senkt das Verhältnis von Natrium zu Kalium. Ist dieses Verhältnis ohnehin schon niedrig, wie es bei erschöpften Nebennieren typisch ist, verstärkt Zink das Ungleichgewicht. Dazu kommt, dass zu viel Zink Kupfer knapp machen und zu schnell gelöstes Kupfer Beschwerden auslösen kann. Bei den Präparaten kommt es außerdem auf das Verhältnis an. Im Gewebe gilt etwa achtmal so viel Zink wie Kupfer als ideal. Wer über lange Zeit einseitig viel Zink nimmt, kann das Gleichgewicht in die andere Richtung verschieben, dann wird Kupfer knapp. Deshalb sind Zink und Kupfer in einem guten Programm aufeinander abgestimmt und werden in der Folgeanalyse überprüft.

    Chelatoren kritisch sehen. Chelatoren sind Mittel, die Metalle im Körper binden und ausschleusen. Bei einer akuten Vergiftung können sie wichtig und lebensrettend sein. Als langfristiger Ansatz bei einem Kupferungleichgewicht sollte man sie aber hinterfragen. Sie ziehen auch Zink und andere wichtige Spurenelemente mit heraus und ändern nichts an der Ursache. Das gilt übrigens auch für pflanzliche Mittel wie Chlorella oder Koriander, die gern zum Ausleiten empfohlen werden.

    Der Stoffwechseltyp entscheidet. Spannend daran: Manche Menschen brauchen trotz Kupferproblem sogar zusätzliches Kupfer. Wer einen schnellen Stoffwechsel hat, braucht Kupfer meistens auch dann, wenn der Kupferwert im Haar hoch ist. Wer einen langsamen Stoffwechsel hat und wenig Kupfer im Haar zeigt, bekommt dagegen kein zusätzliches Kupfer. Genau deshalb ist Kupfer kein Thema für Selbstversuche.

    Beim Essen:

    • •Mindestens zweimal am Tag Eiweiß, zum Beispiel Fleisch und Eier.
    • •Viel gekochtes Gemüse.
    • •Weniger Nüsse, Saaten, Vollkorn, Schokolade und Avocado.
    • •Süßes, Obst und Säfte begrenzen.

    Geduld. Ein Kupferungleichgewicht zu korrigieren dauert je nach Ausprägung sechs Monate bis mehrere Jahre.

    Welche dieser Stellschrauben bei dir wichtig sind, lese ich aus deiner Haarmineralanalyse ab. In deinem Mineral-Balancing-Plan stimme ich Mineralien und Ernährung dann genau darauf ab.

    Kupfer-Ausleitung: Was du dabei spüren kannst

    Kommt Kupfer aus den Speichern, landet es zuerst im Blut. Leber und Nieren kommen manchmal nicht schnell genug hinterher, vor allem wenn noch zu wenig Bindungseiweiße da sind. Dann kann es zu vorübergehenden Beschwerden kommen:

    • •Kopfschmerzen, oft migräneartig
    • •Hautausschläge
    • •Angst, Unruhe, Gedankenrasen
    • •Schlafprobleme und Müdigkeit
    • •Verdauungsbeschwerden
    • •kurzes Aufflammen alter Beschwerden

    Meist dauert das ein bis zwei Tage. Was dann hilft:

    • •Viel Wasser trinken.
    • •Eiweiß essen, vor allem Eier. Sie liefern Schwefel, der beim Binden von Kupfer hilft.
    • •Ruhe und für einen regelmäßigen Stuhlgang sorgen, denn Kupfer geht über die Galle und den Darm raus.
    • •Infrarotsauna, wenn du sie verträgst. Gemeint ist eine Nah-Infrarot-Sauna, die über das Schwitzen die Ausscheidung unterstützt.
    • •Supplemente phasenweise anpassen. Während einer Ausleitung kann es hilfreich sein, die Supplemente zeitweise zu reduzieren und dann langsam wieder zu steigern. Das sollte abgestimmt passieren und nicht auf eigene Faust. Entscheidend sind dabei regelmäßige Haarmineralanalysen: Sie zeigen, wie sich Kupfer und die anderen Mineralien entwickeln und wann das Programm angepasst werden muss.

    Wann es um etwas anderes geht

    Zwei Dinge haben mit dem Kupferungleichgewicht aus diesem Artikel nichts zu tun. Die Wilson-Krankheit ist eine seltene Erbkrankheit, bei der die Leber Kupfer nicht ausscheiden kann. Sie gehört in ärztliche Behandlung. Und eine akute Kupfervergiftung (etwa durch Kupfersalze) ist ein Notfall.

    Du vermutest, dass Kupfer bei deinen Beschwerden eine Rolle spielt? In der kostenlosen Ursachenanalyse schauen wir uns gemeinsam an, ob das wahrscheinlich ist und ob eine Haarmineralanalyse für dich Sinn ergibt.

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    Mehr zur Methode: Haarmineralanalyse: Was du herausfinden kannst

    Quellen

    1. 1.Eck PC, Wilson L (1989): Toxic Metals in Human Health and Disease. Kapitel 3: Copper Toxicity. Analytical Research Labs.
    2. 2.Wilson L: Nutritional Balancing and Hair Mineral Analysis.
    3. 3.Coleman N (2017): The Toxicology of Essential and Nonessential Metals.
    4. 4.Passwater RA, Cranton EM: Trace Elements, Hair Analysis and Nutrition. Keats Publishing.

    Häufige Fragen

    Was ist Kupfertoxizität und welche Symptome sind typisch?
    Kupfertoxizität ist ein anderes Wort für Kupferüberschuss: Kupfer ist im Gewebe vorhanden, kann aber nicht richtig gebunden und genutzt werden. Häufig sind Angst, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme, PMS und andere Hormonbeschwerden, Hautprobleme wie Akne oder Ekzeme, Haarausfall und Erschöpfung. Keines dieser Symptome beweist für sich einen Kupferüberschuss, erst das Gesamtbild zeigt es.
    Warum ist mein Kupfer im Blut normal, obwohl ich Symptome habe?
    Weil sich Kupfer im Gewebe ansammeln kann, während das Blut unauffällig bleibt. Im Blut ist Kupfer fast vollständig an Ceruloplasmin gebunden. Ungebundenes Kupfer lagert sich in Leber, Gehirn und Fortpflanzungsorganen ab, wo ein Bluttest es nicht sieht.
    Kann eine Kupferspirale zu einem Kupferüberschuss führen?
    Ja, das kann passieren. Der Körper kann aus einer Kupferspirale mehrere hundert Milligramm Kupfer im Jahr aufnehmen. Ob das bei dir zu einem Ungleichgewicht führt, hängt auch davon ab, wie gut deine Nebennieren arbeiten und wie viel Zink dein Körper zur Verfügung hat.
    Hilft es, einfach Zink zu nehmen?
    Ohne Analyse würde ich davon abraten. Zink ist zwar der wichtigste Gegenspieler von Kupfer, aber die Hauptursache sind oft erschöpfte Nebennieren. Ohne sie fehlt das Eiweiß, das Kupfer bindet. Außerdem kann Kupfer zu schnell aus den Speichern kommen und dann Beschwerden machen. Und bei einem niedrigen Natrium-Kalium-Verhältnis kann Zink das Ungleichgewicht sogar verstärken.
    Wie lange dauert es, einen Kupferüberschuss auszugleichen?
    Je nach Ausprägung sechs Monate bis mehrere Jahre. Zwischendurch kann es zu kurzen Ausleitungsreaktionen kommen, die meist ein bis zwei Tage dauern.